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Reformationsjubiläum 2017

Glosse
Was feiern wir da eigentlich – wäre mal vielleicht die Frage?
Feiern wir die Spaltung der einen Kirche, die in den Bauernaufstand und schließlich in den 30-jährigen Krieg mündete und Hunger, Elend und Tod über die Menschen brachte?
Feiern wir , dass die Christenheit bis heute gespalten und dadurch erheblich geschwächt ist und die Zerrissenheit bis heute in die Familien reicht?
Auch ein deutscher Kleriker hatte mal genauer drüber nachgedacht (das ist toll!) und festgestellt, dass es eigentlich nichts zu feiern gibt, sondern dass ein Bußakt für alle Beteiligten eher angebracht wäre. Die Urkirche für ihre Verfehlungen und die prot. Glaubensgemeinschaft für die Spaltung und die Folgen. So weit, so gut.
Nur wird sich Fr. Käßmann gedacht haben, dass so ein Bußakt eher etwas , nun ja , Spartanisches darstellt und dass es doch , um bei Luther zu bleiben, feucht fröhlich zugehen sollte, auch im eigenen Interesse.
Da liegt natürlich nichts näher, Luther als Wegbereiter der Frauenordination zu feiern. Super! Nur gibt es leider einen Haken, denn es wurde gerade wissenschaftlich festgestellt, dass der herzlich wenig damit zu tun haben kann, da er ausgesprochen intolerant war! Pappelapapp, was interessiert mich das Gewäsch von Männern in oder um die Kirche, wird sich Frau Käßmann gedacht haben und ignorierte die Veröffentlichungen, die ja ohnehin schon durch die EKD frisiert waren. So schafft sie es, auch im nüchternen Zustand einen wissenschaftlichen Beirat in Rage zu bringen, der eigentlich eigens eingesetzt wurde um eben die Rolle Luthers für den evangelischen Glauben zu erhellen. Für Frau Käßmann wird es auf jedenfall eng an ein Glas Sekt beim Jubiläum zu kommen, denn Luther war , was seine eigenen Schriften belegen, nicht nur frauen- und judenfeindlich, er hatte auch am Ende seines Lebens keine Freunde mehr und die Leute mussten bezahlt werden, dass sie zur Beerdigung kamen. Aber vielleicht können wir ja feiern, dass er sich wesentlich für das gesellige Beisammensein, durch allabendliche Gelage einsetzte und so seinem Umfeld viel Freude brachte. Primitiv wurde er ja nur dann, wenn er wirklich zu viel getrunken hatte, aber das stört ja auch wirklich niemand, weil so menschlich, denn außer den deutschen Bischöfen und Priestern glaubt eh keiner ,dass Luther ein Heiliger war! Na denn, Prost ……..

Weihnachtsfreude…

Allein die Tatsache, dass unser Gott ein liebender Gott ist und kein Despot , dem wir ausgeliefert sind, erfüllt mich persönlich schon mit Freude. Ich stelle mir diese alten heidnischen Kulturen vor, die Menschenopfer brachten eben in diesem Aberglauben, dass Gott von uns dies fordert um ihn milde und gnädig zu stimmen. Können wir erahnen, in welchen Ängsten diese Menschen lebten? Die Sorge, ob man selber oder die Menschen, die man liebt, den neuen Tag überleben? Gott verlangte dieses Opfer nicht von Abraham. Er verschonte ihn. Er selbst aber, gibt als Vater alles was er hat und ihn ausmacht, nämlich seine Liebe , die in Jesus Mensch wurde.
Wir leben heute durch unsere christliche Wurzeln in einem Staat, der den Menschen Sicherheit bietet. Das Individium ist geschützt, weil wir ein christliches Gottesbild haben. Wissen wir das eigentlich zu schätzen? Gerade wir Frauen, die in fast jeder Religion diskriminiert und rechtlos sind, sollten uns darüber mal Gedanken machen. Umso befremdlicher , dass wir nicht vehementer für christliche Werte in unserer Gesellschaft eintreten und darauf achten, dass der Staat nicht diese Orientierung verliert.

So wünsche ich euch, aus einer tiefen Dankbarkeit und Weihnachtsfreude heraus, gesegnete Weihnachten und
ein gnadenreiches frohes Neues Jahr 2013!

Die 3 Mystikerinnen von Helfta

Ich bin letztes Wochenende einer Einladung von „Kirche in Not“ gefolgt und habe an einem Wochenendseminar in Lutherstadt Eisleben teilgenommen, genauer gesagt, im Kloster Helfta, wo es um die 3 heiligen Frauen
Gertrud von Helfta, Mechthild von Hackeborn und Mechthild von Magdeburg ging. Bis dato wusste ich nicht, dass es auch der Geburts- und Sterbeort von Martin Luther ist. Das Kloster wurde 1342 zerstört. Im Sozialismus wurde das Klostergelände säkularisiert und als Stallung genutzt. Vielleicht symbolisieren die 3 Fenster die 3 großen Mystikerinnen der Kirchengeschichte und haben vielleicht dadurch eine besondere Zeichenhaftigkeit und Ausstrahlung. Die Fenster der Klosterkirche wurden nämlich zu DDR-Zeiten zugemauert, allerdings fielen dort die Steine immer wieder heraus, im Gegensatz zu anderen Maurerarbeiten. Das wurde bereits als Zeichen gesehen, dass es sich um einen „besonderen Ort“ handelt, dem noch eine große Bedeutung zukommen würde. Bei den mystischen Erlebnissen geht es um Gebete , geistliche Vertiefung und Betrachtungen der Glaubensgeheimnisse, einfacher gesagt, wie kann sich eine Seele zu Gott hin vertiefen?! Die Herz-Jesu-Verehrung der Mechthild von Hackeborn erlangte erst durch sie große Verbreitung.
In einer Vision offenbarte ihr Jesus, dass die Seelen, die sich beim Angelus aus Dankbarkeit seiner Menschwerdung (und das Wort ist Fleisch geworden) verneigen, folgendes:
Zitat von Jesus: „So oft jemand in dankbarer Gesinnung bei diesen Worten sich verneigt,mir dankend, dass ich aus Liebe zu ihm mich herabließ Mensch zu werden, ebenso oft neige ich mich gnädig zu ihm und opfere mit inniger Zuneigung des Herzens, Gott dem Vater alle Frucht meiner seligsten Menschheit doppelt auf, zur Vermehrung der ewigen Seligkeit jenes Menschen.“
Einer der 3 Frauen offenbarte Jesus, die ihm liebste Haltung beim „Vater unser“, nämlich mit geöffneten Händen und ausgebreiteten Armen. Er versprach diesen Seelen seinen besonderen Segen.
Auch hatte Mechthild von Hackeborn eine schöne Vision. Die Heiligen sagten zur irdischen Seele:
“ Ach, wie glücklich seid ihr , noch auf Erden leben zu dürfen und euch vielen Lohn zu erwerben. Denn wüsste der Mensch, wie viel er aus einem einzigen Tag verdienen kann, so würde sein Herz, sobald er vom Schlaf erwacht, sich von Freude weiten, weil wieder ein Tag aufging, an dem er gott loben und seinen Lohn zum Lobpreis Gottes mehren kann und er würde davon für den ganzen Tag zu allem was er tun und leiden muss, munter gestimmt und gestärkt.“
Ich bin sehr froh, dass ich durch dieses Seminar auf die 3 heiligen Frauen gestoßen bin, die ich überhaupt nicht kannte.

Da wir noch Zeit hatten zwischen Ende der Veranstaltung und Zugabfahrt, sah ich mir auch noch die Wirkstätten Martin Luthers an. Die Kirchen waren an Totensonntag, das ist so was wie Allerheiligen in der prot. Kirche, geschlossen??! Wir hatten Glück , dass wir der Sakristanin so gegen 16.00 Uhr noch über den Weg liefen und sie uns dann die neu renovierte schöne Taufkirche aufsperrte. Die Kirchen sind dort übrigens, obwohl es sich bei Luther ja um den Glaubensgründer handelt , geschlossen, weil es sich nicht „rentiert“. Also die Anzahl der Pilger , die sich dorthin verirren , ist so unbedeutend, dass man sogar die Kirchen sonntags zulässt. Die Hauptkirche ist von außen schön, aber leider sehr heruntergekommen. Das Sterbehaus war ebenfalls zu. Das Geburtshaus mit Museum war offen. Ausgestellt war u. a. der Bierkrug Luthers, mit dem er zeitlebens seine abendlichen Gelage feierte. Wahrheit offenbart sich oftmals an Belanglosigkeiten. Auf jeden Fall steht der protestantische Gläubige vor verschlossenen Kirchtüren und wird so, bildlich gesehen, im wahrsten Sinne des Wortes vom Heil ferngehalten.

Lesetipp

Die meisten Leute haben ja im Totenmonat Probleme. Ich dagegen finde es gerade um diese Zeit jetzt irgendwie schön, weil so mystisch. Ich bin auch schon immer gern auf Friedhöfe gegangen, obwohl ich mich nicht als Gruftie bezeichnen würde. Vielleicht spürt man gerade auf einem Friedhof die Ewigkeit intensiver , als irgendwo sonst. Wenn es draußen jetzt so dunkel und kalt ist, ist es besonders schön nach Hause in die behagliche Wohnung zu kommen. Man kann sich Tee kochen, Musik hören ein gutes Buch , wie unten beschrieben, lesen und man darf auch Kerzen anzünden, sofern man diese nicht vergisst! Daher werde ich mir wahrscheinlich elektrische Kerzen aus Bienenwachs kaufen, die man mit der Fernbedienung anstellen kann. Übrigens ist das ein praktischer Geschenktipp für eure Lieben. Denn bald ist ja die schönste Zeit im Jahr der Advent! Advent, Advent… das Wohnzimmer brennt ( dann eben nicht!) 🙂 Klasse….

kath.net-Lesetipp:
Andreas Theurer
Warum werden wir nicht katholisch?
Denkanstöße eines evangelisch-lutherischen Pfarrers
Augsburg 2012 (2. Aufl.)
96 Seiten, Paperback Dominus Verlag
EURO 6,50

Das Ehepaar ist jetzt katholisch.

Gebete und die Folgen….

Bei einem Gebetstreffen vor ein paar Wochen (wurde mir erzählt) erzählte eine ältere, aber immer noch sehr gutaussehende Frau ihre Bekehrung zu Gott. Sie war verheiratet und hatte Kinder, verliebte sich aber in den Ehemann ihrer Freundin, der dann wegen ihr seine Familie sitzen ließ. Auslöser für ihre Bekehrung war dann ein Traum, der so schrecklich war, dass sie das Gesehene und Gefühlte nicht als Traum abtun konnte , sondern als eine Warnung von Gott verstand. ER zeigte ihr die Auswirkungen ihres Tuns und zeigte ihr ihren Platz in der Hölle, falls sie in diesem Zustand sterben sollte. Nach diesem Erlebnis änderte sie komplett ihr Leben und setzte sich durch Vorträge für die Bekehrung von Menschen ein. Diese Geschichte wollte ich posten, weil ich ja auch einen Beitrag über Scheidung geschrieben habe und diese Geschichte meine These untermauert, dass Scheidung eben kein Kavaliersdelikt ist. In diesem Falle war die Schuld der Frau besonders schlimm, denn sie hat aus Egoismus ihre Familie und die Familie der Freundin zerstört. Wir wollen aber nicht richten, das ist nicht unsere Aufgabe! Wenn ich gottlos erzogen worden wäre, hätte ich mir dann nicht auch gesagt, ich lebe nur ein Mal, deshalb kann ich bei meinem Glücksstreben auf niemanden Rücksicht nehmen?! Wenn man an nichts glaubt ist das einfach logisch und konsequent. Ich bin daher heilfroh, dass mir der richtige Glaube geschenkt wurde, denn ich hätte meine Gottlosigkeit wahrscheinlich genauso konsequent gelebt. Wir können letztlich niemals sagen, ob jemand verworfen wird oder nicht. Gott berücksichtigt alles im Leben, selbst die Gebete, die noch nach dem Tod für einen Menschen gesprochen werden, weil es für Gott weder Zeit noch Raum gibt. Deshalb ist ja auch die Barmherzigkeitsanbetung so wichtig. Durch den Barmherzigkeitsrosenkranz verhelfen wir Menschen noch in den Himmel, die es von Gottes Gerechtigkeit her, nicht geschafft hätten. Sie erreichen den Himmel nur durch einen Gnadenakt, durch Gebet und Opfer von Gläubigen. Daher haben Menschen, die den Glauben geschenkt bekommen haben oder Priester und Ordensleute eine große Verantwortung. Sie müssen aus ihrer Erkenntnis die notwendigen Konsequenzen für das Heil ihrer Mitmenschen bzw. für die Menschen ziehen, die ihnen anvertraut wurden. Sr. Faustina, die ja erst vor kurzem heilig gesprochen wurde, hat dieses Gebet von Gott erhalten und es ist gerade für unsere Zeit so notwendig. Im zweiten Weltkrieg waren die Orte, an denen dieser Rosenkranz gebetet wurde, vom Krieg verschont geblieben. Zu diesem Barmherzigkeitsrosenkranz möchte ich euch zwei Geschichten erzählen.
Ich traf eine Bekannte in der Stadt, sie erzählte mir , dass ihre Freundin schon seit Monaten im Sterben liegt, aber einfach nicht stirbt. Jeden Abend säße sie an ihrem Bett. Ich sagte ihr, vielleicht soll sie gerettet werden, denn sie lebte ja ein ganzes Leben lang gottlos. Komm vorbei , ich gebe dir das Gebet . Sie kam noch am gleichen Tag vorbei und betete dann am Bett ihrer Freundin den Rosenkranz. Am nächsten Tag verstarb sie.
Die Freundin meiner Bekannten hatte für ihren toten Vater eine siebentägige Sühnemesse bestellt, das sind an 7 aufeinanderfolgenden Tagen Messen, die in einer ganz bestimmten Intention vom Priester gefeiert werden müssen. Die Verheißung ist, dass nach den 7 Messen die Seele aus der Pein des Fegefeuers befreit und in den Himmel aufgenommen wird. Am Samstag, dem letzten Tag der Messen, sagte meine Bekannte zu ihrer Freundin, dass sie ja heute eine Flasche Sekt aufmachen müsste, weil ihr Vater ja jetzt im Himmel ist und das müsse ja gefeiert werden. In der darauffolgenden Woche musste der Sohn meiner Bekannten zu einer anonymen Beerdigung, wo er spielen sollte mit der Trompete. Während er weg war, sagte sich meine Bekannte, dass viele Menschen anonym beerdigt werden, die nichts mit dem Glauben zu tun hatten bzw. ihn ablehnten. Sie dachte, am besten bete ich mal für diese Seele einen Barmherzigkeitsrosenkranz. Nachdem sie fertig war, überkamen sie Zweifel und sie sagte zum lieben Gott, dass sie sich doch nicht so recht vorstellen könne, dass man mit einem einzigen Gebet eine Seele vor der ewigen Hölle bewahren kann?? Als ihr Sohn von der Beerdigung zurückkam, überreichte er ihr eine Flasche Sekt. „Hier“, sagte er, „die haben gesagt, ich soll sie meiner Mutter geben!“

Den Barmherzigkeitsrosenkranz findet ihr auf meiner Gebetsseite. Vielleicht könnt ihr das Faltblatt vom barmherzigen Jesus kaufen und fragen, ob ihr es in eurer Kirche auslegen dürft.

Pius-Bruderschaft und kein Ende

Natürlich kann man vieles an unserer Kirche kritisieren, nur kann man nicht sagen das Konzil ist schuld, so wie es die Pius-Bruderschaft vermittelt. Schuld sind Priester und Gläubige , die sich weder an Konzilsbeschlüsse noch an Liturgievorgaben halten. Mit Bischof Müller, dem Angstgegner der Bruderschaft, werden andere Zeiten anbrechen. Er wird dieses Ping-Pong-Spiel, das man nur spielt um im Gespräch zu bleiben , so nicht mitspielen. Er durchschaut die Machenschaften eines Bischofs Fellay. Fakt ist und bleibt, wer eine nicht mehr zur röm.-kath. Kirche zugehörige Religionsgemeinschaft (Jesus sagt: dass ihr eins seid…..) unterstützt, verhält sich nicht gottgewollt. Der Vatikan sieht die Messen der Piusbruderschaft als gültig an, rät aber von ihrem Besuch ab! Mit gutem Grund. Vielleicht gäbe es die abgetrennte Pius-Bruderschaft schon lang nicht mehr, wenn die Gläubigen nicht immer dort den Gottesdienst mitfeiern würden? Wahrscheinlich wären sie schon lange wieder wie die Petrus-Bruderschaft in der einen heiligen katholischen Kirche!
Egal ob ich nun einen Luther auf der linken Seite habe, der die eine heilige katholische Kirche spaltet oder auf der rechten Seite einen Bischof Levebvre , die Haltung ist die gleiche: geistiger Hochmut (Ursünde). Was mich deprimiert ist die Tatsache, dass die Pius-Anhänger sich da in keinster Weise von guten Argumenten beeindrucken lassen und weiterhin diese Gemeinschaft unterstützen. Als Doppelmoral empfinde ich die Tatsache, dass man dort sämtliche Regeln und Formen beachtet, bei uns aber in der Kirche nichts mehr so genau nimmt, weil die Kirche ja anscheinend ohnehin so sündhaft ist???!!!! Ich hätte mir auf jeden Fall Gläubige gewünscht, die sich einsetzen, dass die alte Messe bei uns in der Kirche gestärkt wird (Fehlanzeige!). Diese Leute laufen lieber zur Pius-Bruderschaft, statt diese Messe in der einen heiligen katholischen Kirche zu fördern und zu unterstützen um damit auch ein Umdenken unserer Pfarrgemeinden in Bezug auf den Umgang mit unserem Gott in der Eucharistie zu bewirken. Mittlerweile habe ich eingesehen, dass es besser ist, wenn sie weiterhin dort bleiben wo sie sind: fern und abseits der einen heiligen katholischen Kirche unter dem Stellvertreter Christi auf Erden, Papst Benedikt. Wer neben den Felsen baut, hat eben auch auf Sand gebaut…..

Zeichen oder Realpräsenz?

Den meisten Christen ist der Unterschied zwischen katholisch und evangelisch überhaupt nicht klar. Deswegen können wir ihnen aber nicht böse sein, denn wer sagt es ihnen richtig? Gestern war ich in der Kirche und musste mir in einer katholischen Kirche sagen lassen, dass es sich ja bei der konsekrierten Hostie ja nur um ein Zeichen handelt!??? Also wie sollen Katholiken das Richtige glauben, wenn sie von „protestantischen“ Priestern unterrichtet werden? Es gibt fast keine Gemeinsamkeiten zwischen den Protestanten und Katholiken, denn die Protestanten haben in Luther „protestiert“ und den allgemeinen Glauben der Urgemeinde abgelegt. Es gibt keine Weihepriestertum und daher bei Protestanten keine Wandlung in Fleisch und Blut Jesu Christi. Nur was ist das Fleisch und das Blut Jesu anderes als seine Person? Wir beten in der konsekrierten Hostie in der kath. Kirche den lebendigen Gott an, der für uns unsichtbar in diesem Brot lebendig ist! WEnn wir also vor dem lebendige Gott stehen, müssten wir das dann nicht in erster Linie durch unsere Haltung würdigen? Ich gehe nicht zur Kommunion, um mir einen Keks zu holen! Gott kommt zu mir seinem unscheinbaren Geschöpf, daher verlangt es eine andere Kommunionhaltung. Die Art und Weise , wie heute kommuniziert wird, zeigt, dass die Menschen eigentlich nichts begriffen haben, aber wie denn auch, wenn die Priester selbst nicht mehr glauben?! Daher stimmt auch die Aussage nicht: “ ich kann auch im Wald Gott anbeten, ich muss nicht in die Kirche….“ Dies stimmt für den Geist Gottes, der ist nämlich überall, aber um Gott als Person zu begegnen muss ich in die katholische Kirche. Früher ist Jesus öffentlich aufgetreten und so viele Menschen sind auch nicht hingegangen. Heute ist die Situation ähnlich, nur Wenige gehen noch zur sonntäglichen Messe. Das höchste Gebot ist die Gottesliebe aus der die Nächstenliebe resultiert. Dieses Gebot impliziert die Teilnahme an seinem Leiden und Sterben in der Feier des hl. Messopfers. Es gibt keine wahre Nächstenliebe ohne die Hinwendung zu Gott, denn er ist die Ursache jeder Liebe. In einer Dokumentation wurden japanische Paare vorgestellt, die zum katholischen Glauben konvertiert waren. Interessant war, dass sich durch die Konversion auch die gegenseitige Liebe vertiefte. Die Frauen hatten bei ihren Männern nichts Schönes, erst als sie den christlichen Gott anbeteten , verwandelte sich auch das Verhalten der Männer. Die Frau sagte ganz gerührt, dass ihr Mann ihr jetzt Arbeit abnehme und Tee für sie koche. Eigentlich würden wir doch sagen, dass die Beziehung zwischen Mann und Frau etwas ganz individuelles ist. Dies ist aber nicht so. Selbst die Liebe zwischen den Geschlechtern ist so intensiv, wie die Gottesbeziehung, die sie pflegen. Wie pflegen wir nun unsere Gottesbeziehung? Zuerst einmal dadurch, dass wir jeden Sonntag seinem Leiden und Sterben , das er für uns getragen hat, beiwohnen. Sich mit Gott auszutauschen, heisst nicht nur mit ihm zu reden, das sollten wir uns ebenfalls angewöhnen, sondern auch zu ihm zu beten. Dies ist deshalb so wichtig, weil jedes Gebet eine Auswirkung hat und wenn wir nicht beten, wir dann auch ganz sicher an einer negativen Situation nichts ändern. Die hl. Hildegard, die jetzt ja heilig gesprochen wird, sagt, dass nichts auf der Welt allein oder individuell ist, alles hängt miteinander zusammen, ist miteinander verbunden. So stimmt dann auch der folgende Ausspruch: „Keiner kommt allein in den HImmel oder in die Hölle, jeder bringt irgendjemand mit…..“

Faulheit und die Folgen…

Ging es Ihnen auch schon so? Sie gingen in den Garten und kamen halbtot raus? Nein diesmal habe ich mir nicht ins Bein bis auf den Knochen geschnitten, ich bin ja seitdem mit scharfen Messern vorsichtig. Nein, ich wurde in meinem Garten von einem Ungeheuer namens Insekt hinterhältig angefallen und angebissen. Statt nun die Wunde auszuquetschen und zu desinfizieren oder zumindest mit Seife auszuwaschen, war ich leider zu faul.
Ich dachte:“ Och so ein kleiner Biss kann man doch nicht Ernst nehmen.“ Das bittere Ende kam: Blutvergiftung und Krankenhaus. Wäre ich tugendhafter sprich fleißiger gewesen, wäre ich nach oben gerannt und hätte mich versorgt und wäre sicherlich gesund geblieben. Ich kam aber vorzeitig wieder raus. Der Arzt und die Krankenschwester waren erstaunt über die sehr schnelle Genesung. Dies war natürlich kein Zufall. Meine lieben frommen Gebetskameraden haben natürlich alle für mich gebetet und diese gebündelte Gebetskraft ist mir zugeflossen. Glücklich, wer einen Beter hat…. 🙂